Gespräche zwischen Eltern und Pädagoginnen

Die Pandemie ist eine Zeit der ganz außergewöhnlichen Belastung für Familien. Umso mehr war es wichtig, uns wenigstens über Zoom auszutauschen und im Kontakt zu bleiben.


Die Pädagoginnen sehen die Eltern als Erziehungspartner mit demselben Ziel: Das Kind soll sich in der Krippe und daheim gut aufgehoben fühlen und die zwei Bereiche als eine gelungene Ergänzung sehen.
Dabei sind die Eltern nicht nur in der Eingewöhnungszeit wichtig (siehe auch Eingewöhnung). Durch die gesamte Krippenzeit sollen sie das Leben ihres Kindes in der Krippe als transparent und das Krippenkonzept als nachvollziehbar erleben können.


Dies passiert durch die zur Einsicht bereitgestellten Foto-Geschichten-Portfolios der Kinder, andererseits durch die ausführlichen Tür- und Angelgespräche oder das 1xwöchtentlich geöffnete Büro für kleinere Anliegen. Diese werden als Vertiefung der Kontakte und zum Austausch der aktuellen Situation in der Familie und der Krippe genutzt und gepflegt und sind das Bindeglied beim täglichen Übergang zwischen beiden Lebensbereichen des Kindes.


Große Bedeutung bei der gemeinsamen Erziehungsaufgabe der Kinder hat vor allem auch das halbjährig stattfindende Entwicklungsgespräch. Es werden gemeinsam Beobachtungen über das Kind ausgetauscht, über Bildungsanregungen nachgedacht und gemeinsam Ziele ins Auge gefasst. Dabei orientieren sich die Gesprächspartner an den Stärken des Kindes.
Ganz wichtig ist: Im Murrhäuschen sollte eine Atmosphäre des Vertrauens geschaffen sein, bei dem auch über Unsicherheiten gesprochen werden kann.


Mithilfe von Eltern

Eltern können gerne bei handwerklichen Arbeiten und bestimmten Anlässen im Murrhäuschen mit gestalten, mithelfen, mitdenken.
Es können sogar Kunstwerke (wie der Tassenbrunnen – siehe Foto) entstehen oder es werden Hasenställe gebaut, Einzelspieltische und Gartenmöbel konstruiert, eine Internetseite eingerichtet und vieles mehr. So wird das Haus von den jeweiligen Familien mitgeprägt.

Die Eltern waschen reihum Bettwäsche, Handtücher und Lätzchen der Kinder.




Elternabende


Krippeneltern sind vor allem beim ersten Kind auf der Suche nach Vorbildern für ihre neue Rolle. Alle befinden sich in ähnlichen, manchmal belastenden Situationen zwischen durchwachten Nächten und anstrengendem Arbeitsalltag. 
Die Pädagoginnen tragen gerne dazu bei, dass entlastende Netzwerke entstehen. Sie sehen ihre Aufgabe auch darin, bei Elternabenden die Möglichkeit zum offenen Austausch zu schaffen. Themenwünsche der Eltern werden gerne aufgenommen.
Auch Elternseminare, wie z.B. über die Emmi-Pikler-Pädagogik mit anschließender Möglichkeit zur Hospitation im Emmi-Pikler-Bewegungsraum bieten die Möglichkeit, voneinander zu lernen.
Weitere Elternabende z.B. zu folgenden Themen: Sozial- und Empathientwicklung" , "Grenzen setzen", "Trotz" und auf Wunsch der Eltern noch Vieles mehr.


Eltern und Personal sind über eine App mit einander verbunden. So können die Informationen aus der Krippe jederzeit am Handy abgerufen werden, die Kinder können auf diese Weise bei Krankheit oder Urlaub abgemeldet werden und die Eltern können jederzeit nachsehen, wann die Schließzeiten, Kinderaktionen oder Elterntermine usw. sind.